Geheimnis des Lebens über 100 Jahre: Es könnte im Blut stecken
Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Menschen, die über 100 Jahre alt werden, Blut einzigartige metabolische „Fingerabdrücke" tragen, die sich ermöglicht es manc

Kurzfassung
Warum das wichtig ist
- Eine neue Studie deutet darauf hin, dass Menschen, die über 100 Jahre alt werden, Blut einzigartige metabolische „Fingerabdrücke" tragen, die sich ermöglicht es manc
- Wissenschaftler wissen seit langem, dass außergewöhnliche Langlebigkeit durch eine Kombination aus Genetik und Lebensstil geprägt ist – ährungsweisen und körperlicher Aktivität über das gesamte Leben hinweg bis hin zu starken sozialen Bindungen.
- Doch jenseits dieser sichtbaren Gewohnheiten suchen Forscher zunehmend nach versteckten biologischen Markern, die erklären könnten, warum manche Körper die üblichen Auswirkungen des Alterns Jahrzehnte länger widerstehen als andere.
Nun haben Forscher der Boston University Chobanian & Avedisian School of Medicine ein charakteristisches metabolisches Profil bei Hundertjährigen identifiziert, das sie scheinbar vollständig vom normalen Altern unterscheidet.
Ihr Blut wies ungewöhnlich hohe Konzentrationen bestimmter primärer und sekundärer Gallensäuren sowie erhaltene Spiegel mehrerer Steroide auf – Muster, die mit einem geringeren Sterberisiko verbunden sind und in jüngeren Seniorenpopulationen selten beobachtet werden.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Menschen, die eine extreme Lebensdauer erreichen, möglicherweise einen einzigartigen biologischen Weg verfolgen und so neue Einblicke in die Chemie eines gesunden Alterns gewähren.
Was die Studie zeigt
Blutchemische Signale deuten auf ein ungewöhnliches Altern hin. „Unsere Studie weist auf messbare chemische Fingerabdrücke im Blut hin, die mit einem sehr langen und gesunden Leben verbunden sind.
Wenn wir diese Fingerabdrücke verstehen, können wir möglicherweise biologische Wege identifizieren, die dazu beitragen könnten, Menschen vor altersbedingtem Abbau zu schützen", erläutert der korrespondierende Autor Stefano Monti, PhD, Professor für Medizin an der Fakultät.
Zentenario-Studie über Generationen hinweg Die Forscher untersuchten Blutproben von 213 Personen (70 Zentenario, deren Kinder (Nachkommen) sowie altersangepasste Kontrollpersonen), die Teil der New England Centenarian Study sind – einer der größten Studien Nordamerikas zu Menschen mit außergewöhnlicher Lebensdauer – und die, MD, Professor für Medizin an der Schule, geleitet wird.
Mittels eines ungerichteten Metabolomik-Assays messen sie
Mittels eines ungerichteten Metabolomik-Assays messen sie etwa 1.495 kleine Moleküle im Serum. Sie verglichen die Metabolit-Spiegel zwischen Zentenario, Nachkommen und Kontrollpersonen und analysierten anschließend, welche Metabolite sich mit dem chronologischen Alter verändern.
Zudem stellten sie ihre Ergebnisse vier weiteren Metabolomik-Studien gegenüber (einige davon einschließen langlebige Personen, andere nicht), um konsistent auftretende Signale zu identifizieren.

Anschließend bewerteten sie, welche einzelnen Metabolite oder Metabolit-Gruppen mit der Lebensdauer der Teilnehmer nach der Blutentnahme korrelieren (Überlebensanalyse).
Technik und Auswirkungen
Schließlich entwickelten sie ein Modell, das als „metabolomischer Uhr" bezeichnet wird, um das biologische Alter anhand ätzen und untersuchten, ob ein biologisch jüngeres oder älteres Alter im Vergleich zum Kalenderalter mit der Lebenserwartung zusammenhängt. Stoffwechselwege werden zu Zielen.
Laut den Forschern können diese Metaboliten sowie umfassendere Muster zukünftig als Biomarker dienen, um das biologische Alter zu schätzen, Personen mit einem erhöhten oder verringerten Risiko für altersbedingten Abbau zu identifizieren oder die Reaktion auf Lebensstiländerungen oder Medikamente zur Förderung eines gesünderen Alterns zu verfolgen.
Sie betonen, dass mehrere Stoffwechselwege – darunter Gallensäuren, NAD-assoziierte Wege, Metaboliten des Darmmikrobioms, Marker für oxidativen Stress und bestimmte Steroide – einer näheren Untersuchung als potenzielle zukünftige Ziele für Therapien oder Ernährungsansätze bedürfen. „Wir hoffen, dass diese Studie messbare metabolische Anzeichen eines gesunden Alterns aufzeigt, die verfolgt und gezielt beeinflusst werden können." „Allerdings bedeutet das querschnittliche Design der Studie, dass wir noch keine kausalen Zusammenhänge feststellen können, und diese Ergebnisse müssen in größeren, diversen Populationen validiert werden.
Unser ultimatives Ziel ist es, diese
Unser ultimatives Ziel ist es, diese Erkenntnisse in Tests und sichere Interventionen zu überführen, die Menschen helfen, länger gesund und aktiv zu bleiben", fügt Monti hinzu. Bezug: „Metabolomische Signaturen des extremen Alters: Ergebnisse aus der New England Centenarian Study", Michael S.
Lustgarten, Ziwei Huang, Zeyuan Song, Mengze Li, Dylan Ellis, Qu Tian, Luigi Ferrucci, Noa Rappaport, Stacy L. Andersen, Thomas P. Perls und Paola Sebastiani, 27. März 2026, GeroScience.
DOI: 10.1007/s11357-026-02174-2 Diese Arbeit wurde durch das National Institutes of Health (NIH) unterstützt, insbesondere durch die NIA-Kooperationsvereinbarungen U19AG023122, U19AG063893 und UH2AG064704, den NIH-Forschungsgrant R01-AG061844 sowie die Find the Cause Breast Cancer Foundation (findthecausebcf.org).
Zudem wurde sie teilweise vom Intramural Research Program des National Institutes of Health (NIH) gefördert.
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Quellenprofil
Quelle und redaktionelle Angaben
- Quelle
- SciTechDaily
- Originaltitel
- The Secret to Living Past 100 May Be Hidden in Your Blood
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