Forscher haben möglicherweise endgültig erklärt, warum Menschen rechtshändig sind.
Wissenschaftler sagen, dass das Rätsel, warum Menschen so stark rechtshändig sind, möglicherweise auf unsere ersten Schritte auf zwei Beinen zurückgeht.

Kurzfassung
Warum das wichtig ist
- Wissenschaftler sagen, dass das Rätsel, warum Menschen so stark rechtshändig sind, möglicherweise auf unsere ersten Schritte auf zwei Beinen zurückgeht.
- Warum bevorzugen Menschen überwiegend ihre rechte Hand, während andere Primaten das nicht tun?
- Wissenschaftler haben diese Frage seit Jahrzehnten diskutiert, doch eine neue Studie deutet darauf hin, dass die Antwort in zwei entscheidenden Meilensteinen der menschlichen Evolution verwurzelt sein könnte: dem Erlernen des aufrechten Gehens und der Entwicklung deutlich größerer Gehirne.
Etwa 90 % der Menschen weltweit sind rechtshändig, was den Menschen unter den Primaten einzigartig macht. Keine andere Affen- oder Affenart zeigt eine derart starke populationsweite Präferenz für eine bestimmte Hand.
Forscher haben seit langem mögliche Erklärungen erforscht, die Genetik, Gehirnstruktur, Werkzeuggebrauch und Entwicklung betreffen, doch die Ursprünge der menschlichen Händigkeit blieben unklar. Nun geben Forscher an, dass sie möglicherweise ein wichtiges Puzzleteil gefunden haben.
Aufrechter Gang und menschliche Händigkeit Die Studie, die in PLOS Biology veröffentlicht wurde, wurde und Rachel M. geleitet. Hurwitz and Museum Ethnography der Universität Oxford zusammen mit Professor Chris Venditti. Das Team analysierte Daten von 2.025 Individuen, die 41 Affen- und Menschenaffenarten repräsentieren.
Was die Studie zeigt
Unter Verwendung, die die evolutionären Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den Arten berücksichtigten, testeten die Forscher mehrere führende Theorien darüber, wie die Handpräferenz entstand. Sie untersuchten mögliche Einflussfaktoren wie Werkzeuggebrauch, Ernährung, Lebensraum, Körpermasse, soziales Verhalten, Gehirngröße und Bewegungsmuster.
Zunächst schien der Mensch völlig Primaten abzuweichen. Doch nachdem die Forscher zwei zusätzliche Faktoren in ihre Modelle einbezogen – Gehirngröße und das Verhältnis änge Beinlänge – war der Mensch nicht mehr ein solcher evolutionärer Ausreißer.
Das Verhältnis änge Beinlänge wird weit verbreitet als Indikator für bipedale Fortbewegung, also aufrechten Gang, verwendet. Laut den Forschern deuten die Ergebnisse darauf hin, dass größere Gehirne und der Gang auf zwei Beinen gemeinsam erklären können, warum sich beim Menschen eine ungewöhnlich starke Präferenz für die rechte Hand entwickelt hat.
Technik und Auswirkungen
Wie sich die Rechtshändigkeit Laufe der menschlichen Evolution verändert hat. Die Forscher nutzten ihre Modelle zudem, um die Rechtshändigkeit bei ausgestorbenen menschlichen Vorfahren abzuschätzen.
Ihre Ergebnisse legen nahe, dass frühe Homininen wie Ardipithecus und Australopithecus wahrscheinlich nur eine mäßige Präferenz für die rechte Hand aufwiesen, ähnlich wie bei heutigen großen Affen. Dies änderte sich mit dem Aufkommen der Gattung Homo.
Arten wie Homo ergaster, Homo erectus und die Neandertaler scheinen Laufe der Zeit eine zunehmend stärkere Präferenz für die rechte Hand entwickelt zu haben. Bei Homo sapiens erreichte dieser Trend schließlich den heutigen extremen Grad der Rechtshändigkeit.

Was die Studie zeigt
Eine Art stach dabei als Ausnahme hervor: Homo floresiensis, der kleine menschliche Verwandte, der oft als „Hobbit"-Art bezeichnet wird. Forscher haben vorhergesagt, dass Homo floresiensis wahrscheinlich eine deutlich schwächere Präferenz für die rechte Hand aufwies.
Sie gehen davon aus, dass dies mit der Anatomie der Art übereinstimmt, die ein relativ kleines Gehirn mit Anpassungen für sowohl Klettern als auch aufrechten Gang kombinierte, anstatt sich vollständig auf den zweibeinigen Lauf zu spezialisieren. Größere Gehirne könnten die Rechtshändigkeit verstärkt haben.
Die Ergebnisse deuten auf einen zweistufigen evolutionären Prozess hin. Zunächst ermöglichte der aufrechte Gang, dass die Hände und sich verstärkt der Manipulation ührung spezialisierter Aufgaben widmen konnten.
Was die Studie zeigt
Später, als das menschliche Gehirn größer und komplexer wurde, verstärkte sich die Tendenz zur Rechtshändigkeit erheblich und breitete sich schließlich fast über die gesamte Bevölkerung aus. Dr. Thomas A.
Puschel, Wendy James Associate Professor Evolutionary Anthropology an der University Oxford, sagte: „Dies ist die erste Studie, die mehrere der wichtigsten Hypothesen zur menschlichen Handpräferenz in einem einzigen Rahmen testet." Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass dies wahrscheinlich mit einigen der Schlüsselfunktionen zusammenhängt, die uns als Menschen auszeichnen, insbesondere mit dem aufrechten Gang und der Evolution größerer Gehirne.
Durch die Betrachtung vieler Primatenarten können wir beginnen zu verstehen, welche Aspekte der Handprävalenz alt und geteilt sind, und welche einzigartig menschlich sind. Warum Linkshändigkeit bis heute besteht Die Studie wirft zudem neue Fragen auf, die Wissenschaftler Zukunft untersuchen möchten.
Was die Studie zeigt
Die Forscher wissen immer noch nicht genau, warum Linkshändigkeit sich Laufe der menschlichen Evolution erhalten hat oder wie die menschliche Kultur Laufe der Zeit zur Verstärkung der weit verbreiteten Rechtshändigkeit beigetragen haben könnte.
Das Team wies zudem darauf hin, dass ähnliche Gliedmaßenpräferenzen bei Tieren wie Papageien und Kängurus auf breitere evolutionäre Muster hinweisen könnten, die sehr unterschiedliche Arten gemeinsam haben. Referenz: „Aufrechter Gang und Gehirnausdehnung erklären die menschliche Handprävalenz", Rachel M. Hurwitz und Chris Venditti, 27.
April 2026, PLOS Biology. DOI: 10.1371/journal.pbio.3003771
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