Wissenschaftler finden genetischen „Ausschalter", der CAR-T-Zellen gegen Krebs superauflädt
Eine neue Studie zeigt einen möglichen Ansatz, um die CAR-T-Zelltherapie durch die gezielte Beeinflussung eines einzelnen Genregulationsproteins langlebiger und wirksamer zu machen.

Kurzfassung
Warum das wichtig ist
- Eine neue Studie zeigt einen möglichen Ansatz, um die CAR-T-Zelltherapie durch die gezielte Beeinflussung eines einzelnen Genregulationsproteins langlebiger und wirksamer zu machen.
- Wissenschaftler haben einen genetischen „Ausschalter" identifiziert, der CAR-T-Zellen gegen Krebs deutlich wirksamer und langlebiger machen kann.
- Eine neue Studie legt nahe, dass die gezielte Beeinflussung eines einzelnen Genregulationsproteins die CAR-T-Zelltherapie nachhaltig verbessern könnte.
Diese Behandlung gilt derzeit als ein wesentlicher Durchbruch in der personalisierten Krebstherapie. Das Verfahren basiert auf der Modifikation körpereigener Immunzellen eines Patienten, sodass diese Krebszellen erkennen und angreifen können.
Obwohl die Therapie bei bestimmten Blutkrebsarten hochgradig erfolgreich ist, hat sie sich bei der Behandlung bewährt. Ein internationales Forschungsteam, das, MD, PhD, an der Columbia University New York, geleitet wird und mit Prof.
Judith Feucht, MD, vom Universitätsklinikum Tübingen zusammenarbeitet, hat Tierversuchen einen möglichen Weg zur Verbesserung dieser Ergebnisse aufgezeigt. Sadelain gilt als einer der führenden Pioniere der CAR-T-Zelltherapie, da er eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und dem klinischen Einsatz der Behandlung spielte.
Was die Studie zeigt
Die Forscher führten eine groß angelegte Analyse 400 Transkriptionsfaktoren durch. Dabei handelt es sich Proteine, die steuern, ob bestimmte Gene innerhalb einer Zelle ein- oder ausgeschaltet werden.

Die Experimente ergaben, dass ein Protein namens NFIL3 eng mit der Erschöpfung Prozess beschreibt, wie die Zellen Laufe der Zeit allmählich ihre Fähigkeit zur Bekämpfung NFIL3 deaktiviert, blieben die CAR-T-Zellen länger aktiv, vermehrten sich effektiver und behielten stärkere antitumorale Reaktionen bei.
Das Team nutzte hierfür die CRISPR/Cas9-Technologie, um das NFIL3-Gen gezielt zu deaktivieren. Oft als „Gen-Editier-Schere" bezeichnet, ermöglicht diese Technik Wissenschaftlern, Gene präzise zu schneiden und zu deaktivieren. „Das Ausschalten von NFIL3 könnte ein entscheidender Schritt sein, um die langfristige Wirksamkeit ", erklärt Prof. Feucht.
Was die Studie zeigt
In mehreren Mausstudien bekämpften CAR-T-Zellen ohne NFIL3 Tumore erfolgreicher und trugen dazu bei, die Überlebenszeit der Tiere zu verlängern.
Die Ergebnisse könnten eine wichtige Grundlage für die Entwicklung, die mit aktuellen Behandlungsmethoden schwer zu adressieren sind. „Unser Ziel ist es, auch die Wirksamkeit zu verbessern", Celina May, Ko-Erstautorin der Studie und Mitglied des Forschungsteams. „Wir erwarten, dass dies neue Möglichkeiten in der Behandlung öffnet", fügt Feucht hinzu. Prof.

Judith Feucht verbindet ihre Laborforschung mit der direkten Patientenversorgung. Sie forscht im einzigen onkologischen Cluster Excellence Deutschlands, dem iFIT (Image Guided and Functionally Instructed Tumor Therapies), und behandelt gleichzeitig Kinder und Jugendliche an der Klinik für Pädiatrie des Universitätsklinikums Tübingen.
Technischer Hintergrund
Ihre Arbeit folgt dem „bench-to-bedside"-Ansatz, der darauf abzielt, wissenschaftliche Erkenntnisse direkt Therapien für junge Krebspatienten umzusetzen.
Obwohl weitere Forschung erforderlich ist, bevor diese Ergebnisse in die klinische Versorgung integriert werden können, lassen die Befunde vorsichtigen Optimismus hinsichtlich der Möglichkeit, dass die Strategie langfristig auch Menschen zugutekommen könnte.
Quelle: „Integrated Chronic Vivo and Vitro Screens Uncover NFIL3 as Driver of T-cell Dysfunction", Yuzhe Shi, Celina May, Sneha Mitra, Philip Bucher, Anton Dobrin, Zeguo Zhao, Sophie Hanina, Vinagolu K. Rajasekhar, Yonghong Yao, Jorge Mansilla-Soto, Josef Leibold, Christina S. Leslie, Francisco J. Sánchez-Rivera, Judith Feucht und Michel Sadelain, 12.
Mai 2026, Cancer Discovery. DOI: 10.1158/2159-8290.CD-25-1524
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Quelle und redaktionelle Angaben
- Quelle
- SciTechDaily
- Originaltitel
- Scientists Discover Genetic “Off Switch” That Supercharges CAR T Cells Against Cancer
- Canonical
- https://scitechdaily.com/scientists-discover-genetic-off-switch-that-supercharges-car-t-cells-against-cancer/
- Quell-URL
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