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Geheimnis des Erdinneren: Studie enthüllt riesige, versteckte Wasservorräte im Erdmantel

Eine Studie zeigt, dass der untere Erdmantel riesige Mengen Wasser speichern kann, das chemisch in Mineralien wie Bridgmanit gebunden ist. Dies widerspricht älteren Annahmen und erklärt, wie die Erde über Milliarden konnte, indem sie Feuchtigkeit langsam an die Oberfläche abgab.

2. Mai 2026Dieter PetereitLive Redaktion
Studie zeigt: Die größten Ozeane der Erde verstecken sich womöglich im Erdinneren

Kurzfassung

Warum das wichtig ist

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  • Eine Studie zeigt, dass der untere Erdmantel riesige Mengen Wasser speichern kann, das chemisch in Mineralien wie Bridgmanit gebunden ist.
  • Dies widerspricht älteren Annahmen und erklärt, wie die Erde über Milliarden konnte, indem sie Feuchtigkeit langsam an die Oberfläche abgab.
  • Ein neuer Blick auf die planetare Geologie lsst vermuten, dass die sichtbaren Ozeane nur einen Bruchteil des Wassers unseres Planeten darstellen.

Das Team um die Geochemikerin Dr. Wenhua Lu hat mithilfe verborgenen Wasserkreislauf aufgezeigt.

Die Wissenschaftler simulierten die Bedingungen der frhen Erde, indem sie winzige Gesteinsproben mit Lasern in sogenannten Diamantstempelzellen erhitzten und dabei das Mineral Bridgmanit extremen Drcken und Temperaturen aussetzten.

Die Analyse zeigte berraschende Ergebnisse: Das Mineral ist in der Lage, bei steigenden Temperaturen deutlich mehr Wasser zu binden, als bisher angenommen. Dies deutet darauf hin, dass der untere Erdmantel in der Frhphase der Erde wie ein gigantischer Feuchtigkeitsspeicher fungierte.

Das Wasser ist dabei nicht

Das Wasser ist dabei nicht in flssiger Form vorhanden, sondern chemisch als Hydroxylgruppe fest in der Kristallstruktur des Gesteins gebunden. Diese Bindung verndert die physikalischen Eigenschaften des Mantels grundlegend und senkt dessen Schmelzpunkt.

Experten vermuten, dass diese immense Speicherkapazitt der Schlssel zur langfristigen Stabilitt und Bewohnbarkeit der Erde ist. Anstatt dass das gesamte Wasser frhzeitig entwich, soll der Mantel die Feuchtigkeit graduell ber Vulkane an die Oberflche abgegeben haben.

Die Studie widerspricht damit etablierten Modellen, die den unteren Erdmantel als weitgehend trocken ansahen. Lu betont, dass die Wasseraufnahme in Bridgmanit durch steigende Temperaturen stark begnstigt wird.

Da Bridgmanit das dominierende Mineral des unteren Mantels ist, summiert sich selbst eine geringe Speichermenge pro Volumen zu einem ozeanartigen Reservoir. Obwohl die Ergebnisse auf Laborsimulationen beruhen, liefert diese Arbeit einen faszinierenden neuen Mechanismus, wie die Erde ihre lebensfreundlichen Bedingungen ber onen hinweg konservieren konnte.

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