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Neue Forschung stellt die These infrage, dass Geometrie ein ausschließlich menschliches Vermögen sei.

Die Geometrie könnte aus Navigationsfähigkeiten stammen, die mit denen , während die menschliche Sprache es ermöglicht, diese räumlichen Fähigkeiten in abstraktes mathematisches Denken zu verwand

28. Mai 2026RedaktionLive Redaktion
Neue Forschung stellt die These infrage, dass Geometrie ein ausschließlich menschliches Vermögen sei.

Kurzfassung

Warum das wichtig ist

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  • Die Geometrie könnte aus Navigationsfähigkeiten stammen, die mit denen , während die menschliche Sprache es ermöglicht, diese räumlichen Fähigkeiten in abstraktes mathematisches Denken zu verwand
  • Neue Forschung stellt die These infrage, dass Geometrie ein ausschließlich menschliches Vermögen sei Die Geometrie könnte ihren Ursprung Navigationsfähigkeiten haben, die Menschen und Tiere gemeinsam besitzen.
  • Während die menschliche Sprache es ermöglicht, diese räumlichen Grundkenntnisse in abstraktes mathematisches Denken zu überführen, war lange unklar, wie genau dieser Übergang stattfindet.

In den letzten Jahrzehnten argumentierten einige Forscher, dass nur Menschen die mentalen Voraussetzungen für geometrisches Denken mitbringen. Eine neue Analyse der Psychologieprofessorin Moira Dillon stellt diese These jedoch infrage.

Dillon kommt zu dem Schluss, dass die Wurzeln der Geometrie über viele Arten hinweg geteilt werden, einschließlich Ratten, Hühnern und Fischen. „Unsere Fähigkeit, geometrisch zu denken, könnte nicht, ausschließlich menschlichen ‚Mathematik-Modul' Gehirn stammen, sondern vielmehr, die Menschen und Tiere gleichermaßen dabei helfen, ihren Weg nach Hause zu finden", erklärt Dillon.

Ihre Arbeit wurde kürzlich in der Zeitschrift „Trends Cognitive Sciences" veröffentlicht. Mit anderen Worten: Unser Verständnis der Geometrie stammt möglicherweise eher aus der Erfahrung des Wanderns als aus dem Arbeiten Schaublätteln.

Was die Studie zeigt

Philosophen wie Platon, Descartes und Kant haben sich bereits intensiv mit den Ursprüngen der Geometrie und der Rolle des menschlichen Denkens bei ihrer Gestaltung beschäftigt. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts begannen Wissenschaftler jedoch, experimentell zu untersuchen, wie Geometrie erlernt wird.

Neue Forschung stellt die These infrage, dass Geometrie ein ausschließlich menschliches Vermögen sei.
Neue Forschung stellt die These infrage, dass Geometrie ein ausschließlich menschliches Vermögen sei.
Eine führende Erklärung hierfür ist die „Sprache-des-Denkens"-Theorie. Nach dieser Auffassung verfügt der menschliche Geist über mehrere formale Systeme oder mentale „Sprachen", die einzigartige menschliche Fähigkeiten wie Mathematik und Musik unterstützen.

Befürworter dieser Theorie argumentieren, dass Menschen komplexe Ideen durch diese mentalen Systeme aus einfacheren Konzepten ableiten. In der Geometrie basiert diese vorgeschlagene mentale Sprache auf der euklidischen Geometrie, die die Eigenschaften, Formen und Punkten auf ebenen Flächen beschreibt.

Die Theorie besagt, dass Konzepte wie

Die Theorie besagt, dass Konzepte wie „Parallelität" und „Winkelrecht" bereits bei der Geburt in den menschlichen Geist integriert sind.

Dillon verweist jedoch auf jahrzehntelange Forschungsergebnisse, die darauf hindeuten, dass geometrisches Denken vielmehr aus navigationsbezogenen kognitiven Fähigkeiten hervorgeht, die sowohl Menschen als auch Tiere gemeinsam haben. Diese Systeme nähern sich der euklidischen Geometrie lediglich an, reproduzieren sie aber nicht perfekt.

Neue Forschung stellt die These infrage, dass Geometrie ein ausschließlich menschliches Vermögen sei.
Neue Forschung stellt die These infrage, dass Geometrie ein ausschließlich menschliches Vermögen sei.

Dillon bezeichnet diese Idee als „Wanderer-Hypothese" für die Geometrie.

Was die Studie zeigt

Die Hypothese erläutert: „Tiere, die niemals Winkel oder Dreiecke studiert haben, können sich dennoch effizient orientieren und diese Navigation in ihrem Geist simulieren, um ihre Routen zu planen – und sogar Babys scheinen etwas über Distanz, Richtung und Form zu verstehen", fügt Dillon hinzu.

Ihre Studie aus dem Jahr 2023 zeigte beispielsweise, dass Säuglinge in bestimmten kognitiven Aufgaben künstliche Intelligenz übertreffen können. „Diese Fähigkeiten stützen sich auf Geometrie, die einige, aber nicht alle Eigenschaften der euklidischen Geometrie erfasst." Was unterscheidet also Menschen?

Laut Dillon liegt der entscheidende Unterschied nicht in einer spezialisierten geometrischen Sprache, sondern in der gewöhnlichen menschlichen Sprache selbst. „Die Sprache ermöglicht Menschen, die für die Navigation eingesetzte Geometrie heranzuziehen und sie auf neue Weise einzusetzen, beispielsweise um geometrische Probleme Kopf zu lösen, ohne tatsächlich irgendwohin zu gehen", erklärt sie. „Die Sprache ermöglicht uns, uns geistig zu wandern, was kein anderes Tier kann." Quelle: „The cognitive origins of geometry", 6.

April 2026, Trends Cognitive Sciences. DOI: 10.1016/j.tics.2026.01.005

Quellenprofil

Quelle und redaktionelle Angaben

Quelle
SciTechDaily
Originaltitel
New Research Challenges the Idea That Geometry Is Uniquely Human
Canonical
https://scitechdaily.com/new-research-challenges-the-idea-that-geometry-is-uniquely-human/
Quell-URL
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