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Einige Rechenzentren tun mehr als nur Daten verarbeiten und speichern

Die Einführung der generativen KI stellt eine technologische Leistung dar, die zweischneidig wirkt, doch es scheint mindestens einen Weg zu geben, die Vorteile der KI mit ihren negativen Auswirkungen Einklang zu bring

23. Mai 2026staff@slashgear.com (Eric Hamilton)Live Redaktion
Some Data Centers Are Doing A Lot More Than Just Processing & Storing Data

Kurzfassung

Warum das wichtig ist

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  • Die Einführung der generativen KI stellt eine technologische Leistung dar, die zweischneidig wirkt, doch es scheint mindestens einen Weg zu geben, die Vorteile der KI mit ihren negativen Auswirkungen Einklang zu bring
  • Rechenzentren verbrauchen eine erschreckende Menge an Strom und Wasser, und ihre reine Betriebsweise erzeugt ein gewaltiges Nebenprodukt: Abwärme.
  • Obwohl Rechenzentren noch einen langen Weg vor sich haben, um ihre CO₂-Emissionen zu reduzieren, setzen Länder in Europa wichtige Schritte, indem sie diese Abwärme zur Beheizung.

Die Wiederverwertung dieser Abwärme gleicht zwar nicht den enormen Kosten aus, die die Umwelt für diese Rechenzentren tragen muss, doch sie hilft und beweist, dass diese Einrichtungen mehr leisten können als nur schnelle Datenverarbeitung und -speicherung. Länder wie Finnland und Schweden in Europa setzen wichtige Beispiele. Nebius.

Nordische Länder wie Finnland und Schweden gehen als Vorreiter darin voran, Abwärme aus Rechenzentren zurückzugewinnen und sie als erneuerbare Wärmequelle anstelle fossiler Brennstoffe einzusetzen.

In finnischen Städten wie Espoo und Helsinki werden Rechenzentren die unterirdisch errichteten kommunalen Fernwärmenetze integriert, in denen Abwärme erfasst und über isolierte Wärmerohre an Haushalte und Gebäude im gesamten Versorgungsgebiet verteilt wird.

Technik und Auswirkungen

Microsoft arbeitet mit Fortum, einem in Finnland ansässigen Energieversorger, zusammen, um langfristig die wiederverwendete Rechenzentrums-Wärme an 250.000 Haushalte und Unternehmen in Espoo, Kirkkonummi und Kauniainen zu liefern.

Auch Google untersucht die Wärmerückgewinnung; sein Rechenzentrum in Hamina ist das erste Projekt des Unternehmens zur externen Wärmerückgewinnung. Das Rechenzentrum in Hamina gewinnt bereits Abwärme zur Beheizung der eigenen Anlagen, zielt jedoch darauf ab, 80 % des jährlichen Wärmebedarfs, ein Anbieter, betreibt seinen Hauptsitz in Finnland in Mäntsälä.

Dieser Standort gewinnt jährlich 20.000 MWh Energie zurück, womit laut Nebius bis zu 2.500 Haushalte in Finnland beheizt werden können.

Markt und Strategie

In Schweden hat Stockholm mit mehreren Unternehmen die Initiative Stockholm Data Parks gegründet, um Abwärme Wohnungen in der Stadt zu nutzen, und bietet zudem Anreize für Rechenzentrums-Partner, die in die Wärmerückgewinnung investieren.

Das AWS-Rechenzentrum etwa 92 % der für die Beheizung des Campus der Technological University Dublin im Stadtteil Tallaght benötigten Wärme.

Amazon untersucht bereits die Möglichkeit, Wasser zurückzugewinnen, um seine Rechenzentren zu kühlen, und Microsoft setzt auf chipbasierte Kühlung sowie geschlossene Wasserkreisläufe, um den Wasserverbrauch zu reduzieren – beide Ansätze sind weniger verschwenderisch als die Verdunstungskühlung und ebenso wichtig wie die Wärmerückgewinnung.

Nordische Länder gehen voran bei umweltfreundlichen

Nordische Länder gehen voran bei umweltfreundlichen Rechenzentren durch Umweltstandards und Anreize.

Mehr Bilder/Shutterstock Auch in Europa werden wichtige Schritte unternommen, um Rechenzentren umweltbewusster zu gestalten, indem dies im regulatorischen Prozess verankert wird – das heißt, die Erteilung können davon abhängen, ob Wärme zurückgewonnen wird oder andere Energieziele vereinbart werden.

Unter der Europäischen Kommission unterliegen europäische Rechenzentren der Überwachung und Berichterstattung, damit ihre wirtschaftliche Fußabdruck besser eingeschätzt werden kann.

Technik, Energie und Einsatz

Zudem schreibt die Energieeffizienz-Richtlinie (EU) 2023/1791 vor, dass Rechenzentren mit einer Leistung über 1 MW ihre Abwärme erfassen und wiederverwenden müssen, es sei denn, dies ist nachweislich unpraktikabel.

Während es in der USA überraschend viele Rechenzentren gibt, sind viele Regionen Europas – insbesondere die nordischen Gebiete – besonders gut für grünere Rechenzentren geeignet. In diesen Regionen herrscht ein kühleres Klima, sodass Rechenzentren häufig Außenluft zur Kühlung -hallen nutzen können und weniger auf direkte Flüssigkühlung angewiesen sind.

Viele städtische Gebiete in Europa werden zudem über Fernwärmenetze beheizt, an die Rechenzentren leichter angeschlossen werden können. Heat Purchase Agreements (HPAs) sind im europäischen Energiemarkt üblich und ermöglichen es Rechenzentrumsbetreibern, thermische Energie (wie Abwärme) an Energieversorger zu verkaufen.

Dies macht Europa zu einem attraktiven

Dies macht Europa zu einem attraktiven Standort für Investitionen in Rechenzentren und zu einem Testfeld für die Wiederverwertung ärme. Diese ökologischen Vorteile sind in vielen der westlichen Welt nicht vorhanden, doch dies ist kein Grund zur Entschuldigung.

Eine Studie der Rice University untersuchte ein neuartiges solarunterstütztes Wärmerückgewinnungssystem in Rechenzentren in Ashburn, Virginia, und Los Angeles, Kalifornien.

Die Ergebnisse zeigten eine Steigerung der aus Abwärme zurückgewonnenen Elektrizität um 60 % bis 80 % und senkten zudem die Stromgestehungskosten (levelized cost of electricity, LCOE) an beiden Standorten.

Quellenprofil

Quelle und redaktionelle Angaben

Quelle
SlashGear
Originaltitel
Some Data Centers Are Doing A Lot More Than Just Processing & Storing Data
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