US plant Nachfolger für B-52 Bomber: Abwägung zwischen Stealth und Stand-off
Nach fast 75 Jahren Einsatz nimmt Vereinigten Staaten Vorbereitungen für Untersuchung eines künftigen Ersatzes für die ehrwürdige B-52 „Stratofortress" Angriff.

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Kurzfassung
Warum das wichtig ist
- Nach fast 75 Jahren Einsatz nimmt Vereinigten Staaten Vorbereitungen für Untersuchung eines künftigen Ersatzes für die ehrwürdige B-52 „Stratofortress" Angriff.
- Dies bedeutet nicht, dass die United States Air Force (USAF) plant, die B-52 zu ersetzen; vielmehr wird untersucht, wie schwere Bommer in Zukunft aussehen sollten.
- Die aktuellen B-52 sind bereits etwa 74 Jahre alt, wie ursprünglich vorgesehen, doch ihre Kernstrukturen sind größtenteils noch einsatzfähig.
Zudem haben sie verschiedene Modernisierungsrunden durchlaufen, darunter ein geplantes B-52J-Paket, das ihre Einsatzfähigkeit voraussichtlich bis in die 2050er Jahre verlängern wird. Nach Berichten enthalten freigegebene Dokumente im Rahmen des Pentagon-Haushaltsplans für das Geschäftsjahr 2027 eine Anfrage für eine „Heavy Bomber Analysis of Alternatives".
Zu diesen Dokumenten gehören Optionen für eine sogenannte „ageless B-52", ein vollständig neues Flugzeug oder eine Kombination beider Ansätze. Zentrales Element dieser Analyse ist die Untersuchung unterschiedlicher Ansätze für Bombardierungen. Die erste Methode ist das Eindringen in feindliche Lufträume durch Bomber wie den hochmodernen Northrop Grumman B-21 „Raider", einen Stealth-Bomber.
Solche Flugzeuge nutzen ihre Tarnung, um feindliche Lufträume zu durchdringen, indem sie Radarsystemen entgehen, und treffen mit Präzisionswaffen auf geschützte Ziele. Dazu gehören unter anderem Kommandobunker, nukleare Anlagen, Raketenstartschächte und Luftverteidigungssysteme. Ist damit das Ende der B-52? Solche Angriffe sind sehr gefährlich und weisen zumindest zunächst ein begrenztes Zerstörungspotenzial auf.
Die zweite Methode ist das Stand-off-Bombardement
Die zweite Methode ist das Stand-off-Bombardement mittels Flugzeugen wie der B-52. Statt in feindliche Lufträume einzudringen, feuern solche Bomber Munition wie Kreuzflugkörper oder hypersonische Raketen aus großer Entfernung ab. Bei dieser Strategie übernehmen die Waffen selbst den Großteil des gefährlichen Transits in den feindlichen Luftraum.
Dies ermöglicht es den Bombern, als luftgestützte Raketenstartplattformen zu fungieren, was vergleichsweise sicherer und kostengünstiger ist. In dieser Rolle ist die B-52, trotz ihres Alters, nach wie vor ungemein nützlich, da sie über eine enorme Nutzlastkapazität verfügt. Es kann zudem eine breite Palette, „Dump"-Bomben und allem Dazwischen.
B-21s hingegen verfügen aufgrund ihrer Einschränkungen durch Stealth-Anforderungen (d. h. interne Nutzlasten und keine externen Aufhängungspunkte) notwendigerweise über eine geringere Nutzlast. Durchdringungsbomber sind zudem sehr teuer in Entwicklung und Herstellung. Klassischere Bomber wie die B-52 sind mechanisch einfacher aufgebaut, lassen sich leicht modernisieren und benötigen weniger Schutz vor Luftabwehrsystemen.

Kurz gesagt: Warum Zeit und Geld
Kurz gesagt: Warum Zeit und Geld für einen Stealth-Bomber investieren, wenn man stattdessen zwei, vier oder mehr Stand-off-Bomber nachrüsten oder bauen kann? Ein weiterer entscheidender Aspekt ist das Triebwerksmodernisierungsprogramm für die B-52 mit Rolls-Royce-Triebwerken. Im Rahmen dieses Programms werden die veralteten TF33-Triebwerke durch kraftstoffeffizientere, robustere und zuverlässigere F130-Triebwerke ersetzt.
In Kombination mit neuem Radar und Avionik erhält die B-52 erneut eine zweite Lebensphase. Nach Einschätzung Sorge vor China der wahrscheinlichste Auslöser für diese Debatte. Konkret macht das Pentagon sich über die enormen Entfernungen im Pazifik sowie über die Fähigkeiten nahegleicher Gegner im Bereich der Anti-Access/Area-Denial (A2/AD) bei einem möglichen Konflikt Sorgen. Neue Bomber in Planung?
Die USAF fragt nun, wie viele Bomber sie tatsächlich benötigen, welche Munitionspakete sie tragen müssen und ob Quantität die Qualität überwiegt. Die Berechnung wird zudem durch die geplante Außerdienststellung der B-1 „Lancer" in den 2030ern erschwert. Dies hinterlässt eine große Lücke für einen Hochgeschwindigkeitsbomber mit hoher Nutzlast für konventionelle Angriffe und Spezialmissionen.
Dies wird voraussichtlich die Notwendigkeit eines
Dies wird voraussichtlich die Notwendigkeit eines neuen Ersatzmodells zur Besetzung dieser Nische auslösen, da es unwahrscheinlich ist, dass die B-52 oder die B-21 für diese Rolle modifiziert werden können.
Dies könnte eine Mischung aus B-1 und B-52 in einem zukünftigen Bomber umfassen. „Obwohl das Flugzeug [B-52] alt ist, ist die Luftfahrzeugstruktur im Hinblick auf die Flugstunden und die über die Jahre aufgenommenen Belastungen noch relativ jung", sagte Mark Gunzinger, ehemaliger stellvertretender Verteidigungssekretär, gegenüber Air and Space Forces. „Es handelt sich also um eine voll funktionsfähige Luftfahrzeugstruktur", fügte er hinzu. „Ich denke, es wäre treffender zu sagen, dass man sich mit dem Bereich der stand-off-Streitaufgaben beschäftigt und nach der besten Lösung für die ferne Zukunft sucht", ergänzte er. „Beide Optionen sind notwendig", erklärte Gunzinger. „Es kommt letztlich darauf an, welche Mischung Sie als endgültige Lösung wünschen", fügte er hinzu.
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Quellenprofil
Quelle und redaktionelle Angaben
- Quelle
- Interesting Engineering
- Originaltitel
- US looks for B-52 bomber successor, weighs stealth against stand-off
- Canonical
- https://interestingengineering.com/innovation/us-looks-for-b-52-successor
- Quell-URL
- https://interestingengineering.com/innovation/us-looks-for-b-52-successor
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