Studie bestätigt: 800 Jahre alte Festung Feldioara gehörte zu den Deutschen Rittern
Eine neue Studie hat möglicherweise eine seit acht Jahrhunderten umstrittene Hypothese bestätigt, die sich auf die geheimnisvolle, aber berühmte Festung Feldioara im Südosten ürgen bezieht, die als Sitz der

Kurzfassung
Warum das wichtig ist
- Eine neue Studie hat möglicherweise eine seit acht Jahrhunderten umstrittene Hypothese bestätigt, die sich auf die geheimnisvolle, aber berühmte Festung Feldioara im Südosten ürgen bezieht, die als Sitz der
- Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Anlage nicht nur eine militärische Basis war, sondern als Zentrum eines eigenen Staates des Ordens diente.
- Die vorab veröffentlichten Ergebnisse der Studie erscheinen in der Fachzeitschrift „Archaeological and Anthropological Sciences".
Die zentrale Frage, die damit geklärt wurde, ist, ob Feldioara tatsächlich der Ort war, an dem der Deutsche Orden in Europa erstmals seine Macht ausübte. Der Deutsche Ritterorden war eine mittelalterliche militärische Gesellschaft, die während des Dritten Kreuzzugs in Jerusalem entstand. Ihr ursprüngliches Ziel war der Schutz äusern.
Heute existiert die Institution weiterhin als gemeinnützige Organisation. In der Vergangenheit war unklar, ob Feldioara der Treffpunkt der Ritter in ihren weißen Mänteln mit schwarzen Kreuzen war, ob es ihr Hauptquartier oder der Ort war, an dem Eroberungspläne geschmiedet wurden. Die neue Studie macht aus dieser Spekulation nun eine faktische Realität.
Sie liefert nach fast tausend Jahren hitziger Debatten die ersten schlüssigen Daten, die belegen, dass die Festung errichtet wurde, während die Region Rumäniens unter der Herrschaft des Ordens stand.
Laut Angaben des LBV (Local Board
Laut Angaben des LBV (Local Board of the Order) verteidigten die Ritter im Jahr 1211 die Region vor den Kumänen, einer heidnischen Kultur, die vom ungarischen König sanktioniert worden war. Dafür erhielten sie die Erlaubnis, eine dauerhafte Präsenz zu etablieren. Doch die Ritter überschritten die Grenzen und drangen in feindliche Gebiete der Karpaten vor.
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Sie errichteten Festungen ohne königliche Genehmigung. Der König nahm dies als Versuch wahr, einen eigenen Staat zu gründen – was illegal war. Infolgedessen wurden die Ritter aus der Region vertrieben.
Die vierzehn Jahre, die der Orden in der Region verbrachte, prägten das Gebiet nachhaltig als katholisches Territorium, wozu auch die Festung Feldioara beitrug. Ein Team rumänischer Forscher datierte mit der Radiokohlenstoffmethode Kalkmörtel aus den ältesten Abschnitten der schwer zugänglichen Festung.
Was die Studie zeigt
Ziel war es, endgültig zu klären, ob dieser Standort wissenschaftlich dem Deutschen Orden zugeordnet werden kann. Archäologen hatten bereits 1991 mit Ausgrabungen an der Stätte begonnen.
Diese vierjährige Untersuchung ergab eine Chronologie, wonach die Wurzeln des Ortes in die Neolithische Zeit reichen und erste Spuren des Deutschen Ordens vor Ort identifiziert wurden. Doch diese Beweise galten nicht als gesichert. Nach Angaben des LBV verfügt die Festung über zwei befestigte Kerne, sodass die Stätte in zwei Bereiche unterteilt ist.

Auf einem Hügel neben einem geschützten Dorf mit einer Pfarrkirche befand sich ein militärischer Außenposten, den die Archäologen freigelegt haben. Die Festung, die 65 Fuß hoch ist und über vier Wachtürme sowie eine Befestigung um das Tor verfügt, galt lange als das erste Zentrum des Ordens.
Technik und Auswirkungen
Jüngste Ausgrabungen zwischen 2013 und 2017 zeigten jedoch, dass sich der Orden für einen Standort mit langer Geschichte entschieden hat: Im Zentrum der Festung befand sich eine Kirche, die viel früher erbaut worden war. Vielleicht bauten die Ritter ihren dauerhaften Sitz um eine bereits bestehende Anlage herum.
Wie „Archaeology News" berichtet, galt die Feldioara-Festung stets als einer der stärksten Kandidaten für ein Deutschordenszentrum in Osteuropa. Doch fehlten bisher die chronologischen Daten, die kalten, harten Fakten.
Nach der Entnahme von 13 Proben zur Radiokohlenstoffdatierung durchliefen die Forscher einen aufwendigen Prozess moderner Chemie, um diese ungelöste Frage zu beantworten. Die Studie bestätigt nun eindeutig: Die Festung wurde unter der Herrschaft des Deutschen Ordens errichtet.
Was die Studie zeigt
Die Forscher stellten fest, dass die ältesten Mauerwerksfundamente auf das frühe 13. Jahrhundert zurückgehen. Dies entspricht der Zeit, in der sich der Deutsche Ritterorden in den östlichen Karpaten versuchte, einen eigenen Staat aufzubauen.
Mit diesen Erkenntnissen können Archäologen nun die intensiven vierzehn Jahre der Präsenz des Ordens in der Region detailliert untersuchen.
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Originalquelle: Interesting Engineering
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Quellenprofil
Quelle und redaktionelle Angaben
- Quelle
- Interesting Engineering
- Originaltitel
- 800-year-old Feldioara Fortress belonged to Teutonic Knights: Study
- Canonical
- https://interestingengineering.com/culture/feldioara-fortress-belonged-to-teutonic-knights
- Quell-URL
- https://interestingengineering.com/culture/feldioara-fortress-belonged-to-teutonic-knights
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