Stammzelltransplantation führt bei Patienten mit schweren Autoimmunerkrankungen zu einer langfristigen Besserung
Forscher des italienischen IRCCS San Raffaele Instituts berichteten, dass eine allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation bei zwei jungen Patienten mit der aggressiven Autoimmunerkrankung Neuromyelitis Optica (NMO) nach 15- bis 16-jähriger Nachbeobachtung zu einer dauerhaften Besserung ohne weitere immunsuppressive Medikamente führte. Obwohl das Verfahren mit Risiken wie einer chronischen Immunschwäche oder einem Blasenkarzinom verbunden ist, empfehlen Experten es derzeit nur für junge Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf, die auf Standardtherapien nicht ansprechen.

Kurzfassung
Warum das wichtig ist
- Forscher des italienischen IRCCS San Raffaele Instituts berichteten, dass eine allogene hämatopoetische Stammzelltransplantation bei zwei jungen Patienten mit der aggressiven Autoimmunerkrankung Neuromyelitis Optica (NMO) nach 15- bis 16-jähriger Nachbeobachtung zu einer dauerhaften Besserung ohne weitere immunsuppressive Medikamente führte.
- Obwohl das Verfahren mit Risiken wie einer chronischen Immunschwäche oder einem Blasenkarzinom verbunden ist, empfehlen Experten es derzeit nur für junge Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf, die auf Standardtherapien nicht ansprechen.
- Diese Behandlung, die durchgeführt wurde, um die AQP4-IgG-Antikörper dauerhaft zu eliminieren, die Astrozyten-Stützzellen im Gehirn und Rückenmark angreifen und zu schwerer Behinderung führen, führte bei zwei Patienten zu einer langfristigen Besserung.
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Kernpunkt
Obwohl das Verfahren mit Risiken wie einer chronischen Immunschwäche oder einem Blasenkarzinom verbunden ist, empfehlen Experten es derzeit nur für junge Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf, die auf...
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Neuausrichtung des Immunsystems Im Behandlungsverlauf wurden den beiden Patienten im Alter von 28 Jahren zunächst Chemotherapeutika mit Fludarabin und Treosulfan verabreicht, um die fehlerhaften B-Zellen zu...
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Neuausrichtung des Immunsystems Im Behandlungsverlauf wurden den beiden Patienten im Alter von 28 Jahren zunächst Chemotherapeutika mit Fludarabin und Treosulfan verabreicht, um die fehlerhaften B-Zellen zu entfernen, die die Antikörper produzieren. Anschließend wurden Stammzellen das Kreislaufsystem der Patienten transplantiert.
Dieser Eingriff setzt das Immunsystem des Patienten auf Null zurück und ermöglicht die Neuproduktion gesunder Abwehrzellen.
16-Jährige Nachbeobachtungsergebnisse Die bis heute in der medizinischen Welt durchgeführten längsten Langzeitstudien mit 15- und 16-jährigen MRT-Überwachungen haben ergeben, dass beide Patienten ohne Bedarf an immunsuppressiver Medikation ihr Leben fortführen konnten.
Bei dem männlichen Patienten wurde eine deutliche Verbesserung der neurologischen Funktionen festgestellt; nach der Behandlung wurde er Vater zweier Kinder. Beim weiblichen Patienten wurde beobachtet, dass sie ihre Arme wieder nutzen konnte und ihre Lebensqualität erheblich gestiegen ist.
Quellenprofil
Quelle und redaktionelle Angaben
- Quelle
- sciencealert.com
- Canonical
- https://svytech.de/artikel/stammzelltransplantation-fuhrt-bei-patienten-mit-schweren-autoimmunerkrankungen-zu-einer-l
- Quell-URL
- https://www.sciencealert.com/two-people-with-severe-autoimmune-disease-are-in-remission-after-stem-cell-transplant
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