Interesting EngineeringTechnologie

Kleine Drohnen erhalten neuen Tarnlack mit angeblich 43 dB Radarsignatur-Reduktion

Ein Forscher in der Türkei hat ein aufspritzbares Radar-absorbierendes Material (RAM) entwickelt, das kleine Drohnen und unbemannte Luftfahrzeuge deutlich schwerer erkennbar machen könnte.

25. Mai 2026Chris YoungLive Redaktion
Small attack drones get new stealth spray with claimed 43 dB radar cut

Kurzfassung

Warum das wichtig ist

Interesting EngineeringTechnologie
  • Ein Forscher in der Türkei hat ein aufspritzbares Radar-absorbierendes Material (RAM) entwickelt, das kleine Drohnen und unbemannte Luftfahrzeuge deutlich schwerer erkennbar machen könnte.
  • Das Material, Kürşat 3.0 genannt, besteht aus vulkanischem Basalt und Pumiz.
  • Es reportedly reduziert Radar-Rückstrahlungen um bis zu 43 dB, was deutlich besser ist als die bei vielen aktuellen Radar-absorbierenden Beschichtungen erreichten 20–30 dB.

Aufspritzbare Tarnbeschichtung auf Basis vulkanischer Gesteine Die Tarn-Spritzbeschichtung ist das Ergebnis, die vom Forscher Yunus İnce zusammen mit Kollegen in einem kleinen Verteidigungsforschungsunternehmen durchgeführt wurde.

Traditionelle Tarnung stützt sich primär auf die Formgebung, um Radarwellen vom Sender wegzulenken, wobei absorbierende Materialien die verbleibende Energie durch Umwandlung in Wärme behandeln. Große bemannte Flugzeuge wie die F-35 können komplexe facettierte oder konturierte Designs integrieren, die durch fortgeschrittene Rechenleistung unterstützt werden.

Kleine UAVs priorisieren jedoch aerodynamische Effizienz und Nutzlast gegenüber spezialisierten Geometrien. Viermotorige Drohnen erzeugen insbesondere aufgrund ihrer freiliegenden Rotorblätter starke Radarreflexionen. Eine einfache Sprühbeschichtung kann eine praktische Nachrüstlösung für bestehende Luftfahrzeuge bieten.

Einordnung fuer Autofahrer

Das Material Kürşat 3.0 nutzt die mikroskopische poröse Struktur, um elektromagnetische Wellen einzufangen. Wenn die Leistungsangaben zutreffen, könnte das leichte Sprühmittel selbst schwer auffindbare Mini-Drohnen noch schwieriger zu detektieren machen.

Die Forscher haben jedoch potenzielle Einschränkungen erwähnt, darunter zusätzliche Gewichtsbelastung, Oberflächenwiderstand und Haltbarkeit unter Flugbedingungen. Laut einem Bericht İnce der Publikation Testaufnahmen zur Verfügung, die die behauptete Leistung demonstrieren.

Eine unabhängige Validierung durch Dritte wird erforderlich sein, um die Ergebnisse unter standardisierten Bedingungen zu bestätigen und die Wirksamkeit in der realen Welt im Vergleich zu militärischen Radarsystemen zu bewerten.

Small attack drones get new stealth spray with claimed 43 dB radar cut
Small attack drones get new stealth spray with claimed 43 dB radar cut

Was die Studie zeigt

Der Aufstieg der Drohnenkriegsführung Die Beschichtung macht Drohnen nicht vollständig für Radare unsichtbar, und die Forscher betonen, dass sie in Kombination mit anderen Stealth-Merkmalen eingesetzt werden sollte.

Dennoch kann selbst eine geringe Reduzierung des Radarsignals bei serienhergestellten taktischen Drohnen, die in gefährlichen Gebieten operieren, dazu beitragen, dass diese überleben und ihre Missionen erfolgreich abschließen.

Falls diese Technologie bewährt wird und in großem Maßstab hergestellt werden kann, könnte sie sowohl den militärischen als auch den kommerziellen Einsatz darüber, wie dick die Beschichtung sein muss, wie sie sich in verschiedenen Umgebungen verhält und wie hoch die Kosten für den Einsatz sind, liegen bisher noch nicht vor.

Einordnung fuer Autofahrer

Militärische Experten warten auf peer-reviewed Testergebnisse und Anzeichen dafür, dass Drohnenhersteller möglicherweise mit der Nutzung beginnen. Diese Entwicklung setzt sich in den Kontext eines rasanten Wachstums der Drohnenkriegsführung.

Seit Russlands Invasion der Ukraine im Jahr 2022 haben kostengünstige UAVs eine tödliche Effizienz beim Durchdringen feindlicher Linien bewiesen. Im Mai 2024 gaben ukrainische Militärs an, dass „Drohnen mehr Soldaten auf beiden Seiten töten als alles andere".

Militärs weltweit haben daraufhin Gegenmaßnahmen eingeführt, darunter Lasersysteme, Hochleistungs-Mikrowellen und konventionelle kinetische Abschusskörper.

Parallel dazu entwickeln Drohnenhersteller erschwingliche Methoden, um den Radarquerschnitt zu verringern, ohne die Kernvorteile ihrer Plattformen – geringe Größe, niedrige Kosten und Einfachheit – zu beeinträchtigen.

Quellenprofil

Quelle und redaktionelle Angaben

Quelle
Interesting Engineering
Originaltitel
Small attack drones get new stealth spray with claimed 43 dB radar cut
Canonical
https://interestingengineering.com/military/turkey-develops-stealth-spray-for-drones
Quell-URL
https://interestingengineering.com/military/turkey-develops-stealth-spray-for-drones

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