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Ferrari präsentierte sein erstes Elektroauto: die Luce

Das Warten ist endlich vorbei. Der Ferrari Luce – möglicherweise das am meisten besprochene, angeklickte und umstrittene Auto der letzten Jahre (selbst noch vor seiner Vorstellung) – wurde endlich vorgestellt.

1. Juni 2026RedaktionLive Redaktion
This Is Ferrari's First EV: The Luce

Kurzfassung

Warum das wichtig ist

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  • Der Ferrari Luce – möglicherweise das am meisten besprochene, angeklickte und umstrittene Auto der letzten Jahre (selbst noch vor seiner Vorstellung) – wurde endlich vorgestellt.
  • Hier gibt es kein Mittelmaß: Man wird es entweder lieben oder hassen.
  • Aber die Wahrheit ist, der Luce ist so ambitioniert und unkonventionell, dass es fast ungerecht erscheint, ihn zu beurteilen, bevor man wirklich versteht, was Ferrari erreichen wollte.

Seine Fahrdynamik, so Ferrari, ist einzigartig. Auch das Design ist komplett neu und wurde mit Unterstützung eines industriellen Designkollektivs entwickelt; die Innenraumausstattung erreicht ein Niveau, das im Automobilbereich möglicherweise wirklich unübertroffen ist. Und vielleicht noch wichtiger: Dies ist kein begrenztes Halo-Projekt.

Der Luce ist ein Serien-Ferrari, der sich in die gesamte Modellpalette einreiht, mit sofortigen Auftragsmöglichkeiten und Preisen ab 550.000 Euro – bei aktuellen Wechselkursen etwa 640.000 US-Dollar.

Ferrari Luce Foto von: Ferrari Ein Design, das man nicht ignorieren kann Der Luce wurde gemeinsam vom Ferrari-Centro Stile in Maranello und, dem ündeten Designbüro – dem Mann hinter dem ikonischen Look des ursprünglichen iPhones.

Einordnung fuer Autofahrer

Ferrari betont jedoch, dass dies nicht nur eine reine Styling-Aufgabe war: Zuerst wurden die Oberflächen ücksichtigung aerodynamischer und funktionaler Anforderungen geformt; LoveFrom kam im Anschluss, um das Fahrzeug quasi „anzuziehen". Das Endergebnis ist ein Fahrzeug mit einer Länge von 197,6 Zoll – also etwa so lang wie ein Tesla Model S.

Zudem misst es 78,7 Zoll in der Breite, 60,6 Meter in der Höhe und liegt etwa 2,0 Zoll niedriger als der Purosangue. Und es sieht absolut nichts aus wie die Renderings, die Menschen (einschließlich wir selbst) bisher online verbreitet haben. Die Form ist dramatisch, ungewöhnlich und zweifellos kontrovers. Die Aerodynamik war eindeutig oberste Priorität.

Ohne einen massiven V12-Motor im Frontbereich war Ferrari nicht mehr an die klassischen Proportionen eines Supersportwagens gebunden. Das Ergebnis ist ein unglaublich niedriger Luftwiderstandsbeiwert von 0,254 cD, der ohne aktive Aerodynamik erreicht wurde – eine bewusste Entscheidung, um das Fahrzeug leichter und optisch sauberer zu halten.

Einordnung fuer Autofahrer

Fotos von: Ferrari Fotos von: Ferrari Die schwarze Fahrgastzelle weist eine tränenförmige Gestalt auf, wobei der Aluminiumkarosseriekörper sie fast wie eine Hülle umgibt. Im Frontbereich bildet die Karosserie eine riesige Flügelstruktur, während Motorhaube und Windschutzscheibe in einer durchgehenden, unterbrochenen Fläche zusammenfließen.

Selbst die Scheibenwischer wurden neu entwickelt und patentiert, um winzige Luftwirbel zu erzeugen, ohne den Luftstrom zu stören. Und dann gibt es noch die Räder: die bisher größten, die je in einem Serien-Ferrari verbaut wurden. Sie messen vorn 23 Zoll und hinten 24 Zoll.

Auch die Rückleuchten sind rund, was bei einem modernen Ferrari überraschend erfrischend wirkt. Die wirklichen Highlights befinden sich im Innenraum. Wir hatten bereits Einblicke in das Interieur erhalten, doch hier zeigt sich der Einfluss.

Technik und Auswirkungen

Man erkennt ihn an den Aluminiumverkleidungen, den Glasdetails und insbesondere an den Grafiken sowie Animationen auf den Displays. Seltsamerweise gibt es bei Ferraris komfortorientiertester Fahrzeuggeneration überhaupt nicht so viele Bildschirme.

Der vordere Beifahrer erhält sogar keinen eigenen Display – stattdessen kann er den zentralen Bildschirm zu sich hin drehen. Ferrari Luce Innenraum Foto: Ferrari Eine der größten praktischen Neuerungen ist, dass das Luce über fünf echte Sitze verfügt.

Da kein Getriebetunnel durch die Mitte des Fahrzeugs verläuft, kann ein fünfter Insasse bequem auf der Rückbank Platz nehmen. Auch der Kofferraum ist nach Ferrari-Maßstäben enorm groß: 21,1 Kubikfuß. Das entspricht etwa dem Volumen eines modernen Kompakt-SUVs und stellt die größte Gepäckkapazität dar, die das Unternehmen je angeboten hat.

Technik und Auswirkungen

Doch das beeindruckendste ist einfach die Qualität. Jede Oberfläche fühlt sich angenehm an. Alles wirkt wunderschön, sogar jene Details, die man in den meisten Autos kaum bemerkt. Die Liebe zum Detail klingt auf die beste Weise obsessiv. Ehrlich gesagt könnte dies eines der besten Innenräume aller Zeiten in einem modernen Serienfahrzeug sein.

Vier Motoren, wahnsinnige Leistung: Jedes Rad erhält einen eigenen dedizierten Elektromotor, der vollständig und gebaut wurde. Die vorderen Motoren drehen sich bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute, während die hinteren 25.500 Umdrehungen pro Minute erreichen.

Es handelt sich um Permanentmagnetmotoren, die auf dem Ferrari F80-Programm basieren und mit Technologien sowie Know-how aus der Formel-1- und der Langstreckenrennfahrt gefertigt wurden. Die hinteren Motoren liefern jeweils 355 Kilowatt, die vorderen jeweils 105 Kilowatt. Doch das wirklich Interessante ist, wie Ferrari diese enorme Leistung steuert.

This Is Ferrari's First EV: The Luce
This Is Ferrari's First EV: The Luce

Technik und Auswirkungen

Die E-Manettino-Modi bestimmen, wie aggressiv sich das Fahrzeug anfühlt, indem sie die Drehmomentabgabe, das Getriebeverhalten und die Gesamtleistung je nach gewähltem Modus anpassen: Reichweitenmodus: 320 kW (430 PS) mit Antriebsstrang für die Hinterachse und einer Höchstgeschwindigkeit von 260 Kilometern pro Stunde.

Fahrmodus: 460 kW (617 PS) mit Allradantrieb für den täglichen Einsatz. Leistungsmodus: 725 kW (986 PS), permanenter Allradantrieb und eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h. Startkontrolle: Die volle Leistung von 1.050 PS. Ferrari gibt eine Beschleunigung von 0–100 km/h in 2,5 Sekunden und von 0–200 km/h in 6,8 Sekunden an. Absurd hohe Werte.

Fotos von: Ferrari. Fotos von: Ferrari. Doch eine der coolsten Funktionen der Luce befindet sich tatsächlich hinter dem Lenkrad. Die Schalter am Lenkrad wechseln nicht die Gänge – denn es gibt keine Gänge. Stattdessen steuern sie ein System namens Torque Shift Engagement.

Der rechte Schalter regelt, wie aggressiv

Der rechte Schalter regelt, wie aggressiv das Drehmoment abgegeben wird, mit fünf verschiedenen Stufen. Der linke Schalter passt die Intensität der Rekuperation an, ebenfalls in fünf Stufen.

Beim Einlenken können Sie somit feinjustieren, wie viel negatives Drehmoment das Fahrzeug nutzt, und beim Auslenken die Leistungsabgabe an den Grip sowie die Kurvenform anpassen. Ferrari betont, dass dies kein gefälschter „simulierter Getriebesimulator" sei.

Es handelt sich um einen völlig neuen Ansatz zur Interaktion mit einem elektrischen Hochleistungsauto: Batterietechnologie für die Zukunft. Der 800-Volt-Batteriepaket wird in Maranello entwickelt und montiert und ist dabei ein struktureller Bestandteil des Fahrzeugschassis.

Einordnung fuer Autofahrer

Durch seine Positionierung wird der Schwerpunkt um fast 3,7 Zoll gegenüber dem Purosangue gesenkt. Ferrari beschreibt das Fahrgefühl als das eines um 882 Pfund leichteren Fahrzeugs. Die unabhängigen Motoren ermöglichen zudem ein fortschrittliches Drehmomentvektorierungssystem, und das Fahrzeug verfügt über eine Hinterachslenkung.

Ferrari-Ingenieure betonen, dass die Fahrdynamik trotz der Größe des Luce überraschend der eines 296 GTB nahekommt. Foto: Ferrari. Die Batteriemodule wurden in Zusammenarbeit mit dem südkoreanischen Unternehmen SK On entwickelt, und Ferrari bietet auf das Antriebsstrangsystem eine achtjährige, kilometerunbegrenzte Garantie.

Bemerkenswerterweise ist die Batteriearchitektur bereits für Zellen zukünftiger Generationen ausgelegt, die noch nicht einmal kommerziell verfügbar sind. Ferrari möchte offensichtlich, dass dieses Fahrzeug auch technologisch über die Jahre gut altert.

Technik und Auswirkungen

Das Schnellladen erreicht bis zu 350 Kilowatt, was Ferrari als für die meisten Besitzer mehr als ausreichend erachtet, insbesondere da viele ohnehin zu Hause laden werden. Ja, es macht einen Sound Ferrari hat zudem die ärt: Wie sollte ein elektrischer Ferrari klingen?

Statt gefälschter Motorengeräusche oder abgetasteter Audioaufnahmen nutzt das Fahrzeug einen Beschleunigungssensor, um echte Vibrationen aus den Elektromotoren und dem hinteren Fahrwerk aufzunehmen. Ein Algorithmus filtert unangenehme Frequenzen heraus und verstärkt lediglich die musikalischeren Töne.

Dieser Effekt ist sowohl im Innen- als auch im Außenbereich des Fahrzeugs hörbar. In einigen Fahrmodi wird Sound generiert, in anderen nicht, und er kann bei Bedarf vollständig deaktiviert werden. Ferrari hat sich im Wesentlichen dafür entschieden, den Fahrern selbst die Wahl zu überlassen. Der Preis?

Technik, Energie und Einsatz

Völlig exorbitant Der Ferrari Luce beginnt bei 550.000 Euro – bei aktuellen Wechselkursen etwa 640.000 US-Dollar. Und das noch vor den Individualisierungsoptionen, die wahrscheinlich endlos sein werden. Lacke, Materialien, Innenausstattung, Zubehör … hier können Sie leicht weit über den Basis-MSRP hinausgeben.

Jetzt bleibt nur noch, sich mit Ferraris Konfigurator zu beschäftigen und ein wenig zu träumen. Die neuesten Beiträge: Ferraris neues Supercar ist eine Hommage an den Zwillingslader-V8. Ferraris SUV wird mit einem neuen Fahrwerkspaket noch schärfer. Ferraris erstes Elektrofahrzeug war so schnell, dass es die Hilfe der NASA benötigte.

Diese Autos haben auch im Jahr 2026 noch keinen Lautstärkeregler.

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