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Europas größter Motorradhersteller beschuldigt, illegale Fahrzeuge zu verkaufen

KTM soll seine Offroad-Motorräder absichtlich heruntergestimmt, um sie bei der Zulassung straßenzulassungsfähig zu machen.

30. Mai 2026Brad AndersonLive Redaktion
Europe's Biggest Motorcycle Maker Accused Of Selling Illegal Bikes | Carscoops

Kurzfassung

Warum das wichtig ist

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  • KTM soll seine Offroad-Motorräder absichtlich heruntergestimmt, um sie bei der Zulassung straßenzulassungsfähig zu machen.
  • Europas größter Motorradhersteller KTM steht vor dem Vorwurf, illegale Fahrzeuge zu verkaufen.
  • Demnach werden Offroad-Motorräder werkseitig absichtlich heruntergestimmt, um eine Straßenzulassung zu erhalten.

Ein Händler warnt zudem, dass die stark eingeschränkten Motoren bereits nach wenigen Kilometern Fahrleistung ausfallen könnten. Die These, dass Unternehmen nach einer Krise vorsichtiger werden, trifft hier nicht zu. KTM, das Ende 2024 kurz vor der Liquidation stand, befindet sich nun in einer schwierigen Lage.

Das Unternehmen verkauft Offroad-Motorräder und lässt diese als straßenzulassungsfähig registrieren. Mehrere prominente europäische Medien haben sich dieser Praxis angenommen, während lokale Behörden den Vorgang bisher weitgehend ignorieren. Im Zentrum des Skandals steht unter anderem das KTM 350 EXC-F.

In der Standardausstattung leistet der 350-cm³-Einzylinder 51 PS und ist ausschließlich für Rennstrecke und Wettkämpfe gedacht, niemals für den öffentlichen Straßenverkehr. Untercover-Erhebungen berichten jedoch: Es wird behauptet, KTM regelt diese Motorräder auf 15 PS herunter, um die Zulassung für den Straßenverkehr zu ermöglichen.

Europe's Biggest Motorcycle Maker Accused Of Selling Illegal Bikes | Carscoops
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Markt und Strategie

Vor dem Verkauf an den Endkunden wird die Leistung dann wieder auf den ursprünglichen Wert hochgefahren. Ein Reporter-Team aus zehn großen Publikationen, darunter Spiegel und Manager Magazin, hat sich in den letzten Monaten als potenzielle KTM-Kunden verkleidet. Das Ergebnis dieser Ermittlungen ist ernüchternd.

Die Offroad-Motorräder sind laut Bericht werkseitig beschränkt und für den Straßenverkehr zugelassen. Beim Händler angekommen, erhalten sie jedoch die notwendigen Teile, um wieder auf ihre ursprüngliche Leistung zurückgeführt zu werden.

Der Händler passt die Software an, stellt das Motorrad auf Werkseinstellung und überlässt es dem Kunden – nun mit gefälschten Zulassungsunterlagen und freier Fahrt auf öffentlichen Straßen.

Europe's Biggest Motorcycle Maker Accused Of Selling Illegal Bikes | Carscoops
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Einordnung fuer Autofahrer

Ein KTM-Vertriebsmitarbeiter gestand den Betrug offen: Ein Reporter verkleidete sich kürzlich als Käufer auf der Motorshow in Brüssel und sprach mit KTM über dessen Praktiken.

Der Vertriebsmitarbeiter gab zu, dass die Motorräder in einem eingeschränkten Zustand geliefert werden, um Registrierungs- und Emissionsvorschriften zu erfüllen, bevor sie modifiziert werden. Er bezeichnete diese Vorgehensweise als „ein bisschen ein Schummel".

Ein Händler in Österreich berichtete einem Reporter, dass die Motoren im heruntergestimmten Zustand bereits nach nur 20 Kilometern beschädigt und ausgefallen seien, da sie nicht für eine derart starke Einschränkung konzipiert wurden. Diese Fahrzeuge werden häufig als „Supermotos" bezeichnet.

Europas größter Motorradhersteller beschuldigt, illegale Fahrzeuge zu verkaufen
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Markt und Strategie

Da sie technisch nicht für die Straßenfahrt zugelassen sind, decken Versicherungsunternehmen laut Spiegel sie nicht. Das bedeutet, dass ein Fahrer im Falle eines Unfalls mit einer Gefängnisstrafe rechnen muss.

Laut dem International Council on Clean Transportation sind die freigegebenen KTM-Motorräder mehr als doppelt so laut wie in ihrem eingeschränkten Zustand. Zudem scheinen sie so viel Kohlenmonoxid auszustossen wie eine Diesellokomotive, wobei die Partikelemissionen deutlich höher liegen als bei einem Pkw.

KTM gibt an, dass alle Hndler ausgelieferten Offroad-Motorrder im straenzugelassenen Zustand geliefert werden und nderungen ausschlielich auf Kundenwunsch vorgenommen werden. Zudem berichten Händler angeblich, dass die Motorräder nach dem Entfernen der Beschränkungen nicht mehr für den Straßenverkehr zugelassen seien.

Natürlich können diese Händler Käufer daran hindern, ihre freigegebenen Motorräder überallhin zu fahren. Spiegel berichtet zudem, dass viele der Motorräder bereits kurz nach ihrer Ankunft bei den Händlern freigegeben werden, lange bevor ein Kunde einen entsprechenden Wunsch äußert.

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