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Von aufgemaltem Schnurrbart bis VPN: So umgehen britische Kinder die Altersbeschränkungen von Webseiten

In Großbritannien müssen User:innen auf einigen Webseiten ihr Alter verifizieren. Das soll verhindern, dass Jugendliche und Kinder auf die Dienste zugreifen können.

6. Mai 2026Marvin FuhrmannLive Redaktion
Von aufgemaltem Schnurrbart bis VPN: So umgehen britische Kinder die Altersbeschränkungen von Webseiten

Kurzfassung

Warum das wichtig ist

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  • In Großbritannien müssen User:innen auf einigen Webseiten ihr Alter verifizieren.
  • Das soll verhindern, dass Jugendliche und Kinder auf die Dienste zugreifen können.
  • Doch Minderjährigen haben Mittel Wege gefunden, Altersverifizierungen auszuhebeln.\r \r \r \r 2023 Großbritannien den sogenannten Online Safety Act Kraft gesetzt.

Seither müssen Webseitenbetreiber:innen Kinder Jugendliche davon abhalten, ihre Dienste zu nutzen, wenn sie dafür nicht alt genug sind. Um das umzusetzen, greifen viele Dienste Altersverifizierungen Gesichts-Scan oder Scan eines Ausweisdokuments zurück.

Doch das hat seine Tücken.\r So umgehen Kinder Altersverifizierung\r Das geht aus einer Umfrage Verantwortlichen haben insgesamt 1.270 Kinder Alter zwischen neun und 16 Jahren sowie deren Eltern zu den eingeführten Jugendschutzgesetzen und deren Auswirkungen auf Leben befragt. Zunächst gaben 68 Prozent der befragten Kinder an, dass sie in den vergangenen Monaten Jahren vermehrt Content-Filter Alterssperren sehen.

Gleichermaßen berichten 54 Prozent, dass sie seit Einführung vermehrt Content sehen, der speziell für Kinder gedacht ist. Eine positive Entwicklung also.\r \r Allerdings gibt es auch Negativseiten. 46 Prozent Kinder sind überzeugt, dass sich Alterssperren leicht umgehen lassen. 32 Prozent sagen sogar, dass sie Altersverifizierung schon aktiv ausgehebelt haben. Dabei kommen verschiedene Taktiken Einsatz.

Während manche lediglich ein falsches Geburtsdatum

Während manche lediglich ein falsches Geburtsdatum eingeben mussten (13 Prozent), haben neun Prozent einfach Login einer erwachsenen Person genutzt.\r \r [crosslinks]\r \r Andere haben technische Mittel genutzt, um Sperre zu umgehen. Mittels VPN haben sie einen anderen Standort vorgegaukelt und konnten so ohne Altersverifizierung auf Inhalte zugreifen.

Wieder andere berichten, dass sie Gesichts-Scans mancher Webseiten austricksen konnten, indem sie sich einen falschen Schnurrbart oder andere Gesichtsbehaarung aufgemalt haben. Dadurch haben Systeme sie als deutlich älter eingeschätzt und Zugriff auf Seite oder Dienste gewährt.\r \r In einigen Fällen helfen sogar Eltern aktiv dabei, Sperren zu umgehen. Das gaben zumindest 26 Prozent an.

Dabei ging es vor allem Situationen, in denen Eltern sicher waren, dass sie Risiken für ihre Kinder einschätzen können. So wurde ihnen etwa erlaubt, Tiktok live zu streamen oder bestimmte Games zu spielen, die sie auch vor Sperre schon gezockt haben. Dennoch gibt es zahlreiche Kinder Eltern, die sich noch mehr Schutz Netz wünschen.

Lediglich 22 Prozent Erwachsenen und 31 Prozent Kinder glauben, dass die britische Regierung schon genug auf diesem Gebiet macht.\r Lustige Bilder, die \r [articlegallery id="82"]

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Von aufgemaltem Schnurrbart bis VPN: So umgehen britische Kinder die Altersbeschränkungen von Webseiten
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