Rogue-Antikörper treiben Tau-Pflogie an
Zusammenfassung: Forscher haben den grundlegenden Mechanismus hinter IgLON5-Enzephalitis (Anti-IgLON5-Erkrankung) aufgeklärt.

Kurzfassung
Warum das wichtig ist
- Zusammenfassung: Forscher haben den grundlegenden Mechanismus hinter IgLON5-Enzephalitis (Anti-IgLON5-Erkrankung) aufgeklärt.
- Durch Tests mit patienteneigenen Antikörpern in Zellkulturen und Mäusen konnten sie einen direkten kausalen Zusammenhang zwischen autoimmun bedingten Angriffen auf das Oberflächenprotein IgLON5 und der toxischen Aggregation herstellen.
- Der Durchbruch zeigt, dass die Erkrankung durch abnormale neuronale Hyperaktivität angetrieben wird und damit ein neues Ziel für zukünftige therapeutische Interventionen bietet.
Neuronale Hyperaktivität: Diese Oberflächenaggregation löst eine abnormale neuronale Hyperaktivität aus, die Forscher erstmals als primären Auslöser der nachfolgenden Neurodegeneration identifiziert haben.
Auslöser der Tau-Pathologie: Die induzierte Hyperaktivität bewirkt, dass Tau-Proteine sich vom neuronalen Zytoskelett lösen, falsch lokalisiert werden und toxische Aggregate bilden – ein Prozess, der die Tau-Pathologie bei der Alzheimer-Krankheit widerspiegelt.
Therapeutische Implikationen: Da die Anti-IgLON5-Krankheit ein komplexes Phänotyp aufweist, der häufig einer frühen Diagnose entgeht, bietet die gezielte Behandlung und Linderung dieser neu entdeckten Hyperaktivitäts-Störung einen völlig neuen Ansatz für zukünftige Therapien. Quelle: DZNE Bei einer als „IgLON5-Enzephalitis" bezeichneten Erkrankung greift das Immunsystem fälschlicherweise Zellen im Gehirn an.
Dies führt zu einer Hirnentzündung
Dies führt zu einer Hirnentzündung und neuronalen Schädigungen, die sich in Schlafstörungen, kognitiven Einschränkungen und Bewegungsstörungen äußern können. Forscher des DZNE und der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben nun grundlegende Mechanismen dieser seltenen, aber schweren neurodegenerativen Erkrankung identifiziert.
Die Bindung örpern an Oberflächen-IgLON5-Proteine zwingt diese zur Clusterbildung und initiiert eine abnormale neuronale Hyperaktivitätskaskade, die zur Ablösung und toxischen Aggregation führt. Quelle: Neuroscience News. Ihre Ergebnisse, die auf der Anwendung örpern betroffener Personen in neuronalen Zellkulturen und Mäusen basieren, wurden in der Zeitschrift Science Advances veröffentlicht.

Die Erkrankung wird durch rogue-Antikörper verursacht, die gegen ein zelloberflächenständiges Protein namens IgLON5 gerichtet sind.
Bislang war jedoch unklar, wie diese
Bislang war jedoch unklar, wie diese Interaktion zu einem Krankheitsmerkmal führt, nämlich dazu, wie die Antikörper zur Aggregation eines weiteren Proteins führen, das als „Tau" bekannt ist. „Nun haben wir festgestellt, dass die aberranten Antikörper dazu führen, dass IgLON5-Proteine auf der Zelloberfläche mit anderen Molekülen clustern.
Dies löst eine abnormale neuronale Hyperaktivität und eine tödliche Kaskade aus, die letztlich zu einer Fehllokalisierung und Aggregation führt." Mit anderen Worten: Unsere Ergebnisse belegen einen kausalen Zusammenhang zwischen IgLON5-Antikrpern und Tau-Pathologie", erklrt Professorin Susanne Wegmann, Gruppenleiterin am DZNE und an der Charit.
Tau-Proteine, die sich vom Zytoskelett lsen und aggregieren, knnen Zellschdigungen auslsen und schlielich zu neuronalem Zerfall fhren.
Auch bei der Alzheimer-Krankheit spielt die
Auch bei der Alzheimer-Krankheit spielt die pathologische Tau-Aggregation eine zentrale Rolle: Auch dort wird angenommen, dass neuronale Hyperaktivitt in diesem Fall durch fehlgefaltete Amyloid-beta-Proteine ausgelst zur Tau-Pathologie beitrgt. Diese hnlichkeiten mssen nun genauer untersucht werden", sagt Wegmann.

Die derzeit untersuchte spezifische Form der Enzephalitis, auch als Anti-IgLON5-Erkrankung" bekannt, wurde erstmals 2014 dokumentiert und ist sehr selten. Aufgrund ihres komplexen Phnotyps, der ein breites Spektrum mglicher Symptome umfasst, entgeht die Erkrankung hufig einer frhen Diagnose. Zu den aktuellen Behandlungsmglichkeiten gehren Immunsuppression, Dialyse sowie weitere Verfahren.
Die Erkrankung führt, wenn unbehandelt, zu schweren Behinderungen und kann zum vorzeitigen Tod führen. „Unsere Ergebnisse identifizieren neuronale Hyperaktivität als Treiber der Krankheit. Dieser Aspekt war bisher unbekannt. Die Linderung dieser Dysfunktion könnte ein Ansatzpunkt für zukünftige Therapien sein", so der Berliner Biophysiker.
Wichtige Fragen beantwortet: A: Erstmals 2014
Wichtige Fragen beantwortet: A: Erstmals 2014 dokumentiert, handelt es sich um eine seltene, aber schwere Autoimmunerkrankung, bei der der Körper seine eigenen Gehirnzellen angreift. Sie verursacht eine Hirnentzündung und Nervenschäden und äußert sich durch Schlafstörungen, kognitiven Abbau und Bewegungsstörungen. Bei unbehandelter Verläufe führt sie zu schwerer Behinderung oder vorzeitigem Tod.
A: Sie wirkt wie eine toxische Kettenreaktion. Wenn die rogue-Antikörper an die IgLON5-Proteine auf der Zelloberfläche binden, zwingen sie diese zur Aggregation. Diese Clusterbildung sendet ein irreguläres Signal in das Neuron und macht es hyperaktiv. Dieser extreme Stress bewirkt, dass interne Tau-Proteine sich vom zellulären Gerüst lösen und aggregieren. A: Ja.
Bei der Alzheimer-Krankheit wird angenommen, dass neuronale Hyperaktivität, die durch Amyloid-beta ausgelöst wird, ebenfalls die toxische Tau-Aggregation antreibt. Da beide Erkrankungen genau diesen Hyperaktivitäts-zu-Tau-Weg, könnte die Erforschung Mechanismus bei IgLON5-Enzephalitis entscheidende Erkenntnisse für die Behandlung der Alzheimer-Krankheit liefern. Redaktionelle Hinweise: Dieser Artikel wurde News bearbeitet.

Zusätzliche Kontextinformationen wurden ügt.
Zusätzliche Kontextinformationen wurden ügt. Über diese Neuigkeiten aus der Neurologieforschung Autor: Marcus Neitzert Quelle: DZNE Kontakt: Marcus Neitzert – DZNE Bild: Das Bild wird Neuroscience News zur Verfügung gestellt.
Originale Forschung: Open Access. „IgLON5-Autoantikörper aktivieren Tau über neuronale Hyperaktivität", Cagla Kilic, César Cordero Gómez, Sophie Lan-Linh Duong, Alvaro Domingues-Baquero, Alexander Goihl, Karsten Nalbach, Joana Petushi, Pia Grundschöttel, Jessica Wagner, Valentine Thomas, Janne Lamberty, Emily Withers, Hanna Huber, Sabrina Huebschmann, Ekaterina Semenova, Paul Turko, Andrew G.
Lisa Newman, Diez Marc Beyer, Elena De Domenico, Peter Körtvelyessy, Dirk Reinhold, Anja Schneider, Jonas J. Neher, Thomas Ulas, Stefan F. Lichtenthaler, Benjamin R. Rost, Dietmar Schmitz, Harald Prüss und Susanne Wegmann.
Science Advances DOI: 10.1126/sciadv.aec2042 Autoantikörper gegen
Science Advances DOI: 10.1126/sciadv.aec2042 Autoantikörper gegen IgLON5 aktivieren Tau durch neuronale Hyperaktivität Die Anti-IgLON5-Krankheit ist eine Autoimmunerkrankung, bei der Autoantikörper (AABs) gegen das neuronale Oberflächenprotein IgLON5 zu schwerer Hirnfunktionsstörung und Tau-Pathologie führen. Wie α-IgLON5-AABs eine Tau-Protein-Pathologie und Neurodegeneration in Neuronen verursachen, bleibt unklar.
Wir zeigen, dass patienteneigene α-IgLON5-AABs IgLON5-Proteine mit anderen Oberflächenproteinen aggregieren, was zu neuronaler Hyperaktivität führt. Diese Hyperaktivität löst eine pathologische Fehlverteilung und Phosphorylierung, die typischerweise früh im Verlauf tauassoziierter neurodegenerativer Erkrankungen auftritt. Bei Wildtyp-Mäusen induzieren α-IgLON5-AABs eine Phosphorylierung neuroinflammatorische Reaktionen.
Unsere Ergebnisse belegen einen kausalen Zusammenhang zwischen den α-IgLON5-Autoantikörpern und Tau-Pathologie bei Patient:innen mit anti-IgLON5-Erkrankung, unterstreichen die Rolle neuronaler Hyperaktivität als übergreifender Treiber der Tau-Pathologie und eröffnen einen potenziellen Ansatzpunkt für therapeutische Interventionen.
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Quellenprofil
Quelle und redaktionelle Angaben
- Quelle
- Neuroscience News
- Originaltitel
- Rogue Antibodies Drive Tau Pathology
- Canonical
- https://neurosciencenews.com/iglon5-encephalitis-hyperactivity-tau-30697/
- Quell-URL
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